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| Steigerwaldstadion in Erfurt |
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Die phase 10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH wurde im Jahr 2010 vom Erfurter Sportbetrieb mit der Planung zum Einbau einer Rasenheizung im Steigerwaldstadion Erfurt beauftragt. Der Planungsauftrag umfasste den Einbau eines Bodenheizsystems im Naturrasenspielfeld mit Erneuerung der Drainage, Bewässerung, des Schichtenaufbaus und der Verlegung einer Naturrasendicksode. Die Versorgung der Rasenheizung mit Abwärme der Eishalle und Fernwärmeversorgung, wie auch der Bau eines Technikgebäudes, gehörten zum Planungsumfang.
Das Steigerwaldstadion Erfurt wird durch den Fußballdrittligisten Rot-Weiß-Erfurt und für Leichtathletik genutzt. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Eisschnelllaufhalle "Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle" sowie eine Eishockeyhalle.
Die planerische Herausforderung bestand in der Einbindung der Rasenheizung in den Abwärmekreislauf des Eishallenkühlsystems. Die im Rahmen der Kühlung der Eisschnelllaufbahn und der weiteren Eisbereiche entstehende Abwärme wurde bislang ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben. Ziel der Planung war diese überschüssige Wärmeenergie für die Beheizung des Rasenspielfeldes zu nutzen und zusätzlich die Möglichkeit einer Beheizung des Spielfeldes mit Fernwärme zu gewährleisten.
Das Spielfeld wurde komplett mit einem neuen Drainagesystem ausgestattet. Der Aufbau erfolgte in Drainschichtbauweise nach DIN 18035-4, mit einem Bodenheizsystem (Heizschlaufen aus PEXA und Tichelmannverteiler, Füllung mit Glykolgemisch).
Um die zeitnahe Nutzung sicherzustellen wurde eine Dicksode verlegt.
An der bestehenden Eishalle wurde ein Technikgebäude errichtet, welches sich perfekt in die bestehende Architektur einfügt. In diesem Gebäude wurde eine neue geregelte Hausanschlussstation (Rohrbündelwärmetauscher) für die Fernwärmeversorgung der Eishallen und der Rasenheizung installiert. In diesem Gebäude befinden sich weiterhin die technischen Anlagen der Rasenheizung wie Wärmetauscher, Umwälzanlage, Druckhaltung etc.
Um die Nutzung der Abwärme der Eishalle zur Beheizung des Rasenspielfeldes herzustellen wurde die Bodenheizung in der Eishalle mittels Wärmetauscher in das Kühlsystem eingebunden. Die Anlage wurde bereits in der Heizperiode 2010 / 2011 betrieben. Die überschüssige Energie aus der Eishalle wurde permanent in die Rasenheizung eingespeist. Trotz des schneereichen und sehr kalten Winters, wurde lediglich zu einer Partie von RW Erfurt die Zuschaltung von Fernwärme notwendig.
Die Herausforderung an die komplexe Planungsaufgabe und Überwachung der Baumaßnahme wurde durch phase 10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH erfolgreich erfüllt und dem Betreiber eine Anlage übergeben, mit welcher eine kostengünstige Frostfreihaltung des Rasenspielfeldes im Steigerwaldstadion gesichert ist.
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